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Werkzeuge der EZB

Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger

Innerhalb der letzten sieben Jahre hat die Europäische Zentralbank (EZB) durch verschiedene Maßnahmen versucht, die Gemeinschaftswährung Euro zu stützen und ihren Erhalt zu sichern. Nachfolgend wird erklärt, welche Werkzeuge die Zentralbanker im Rahmen ihrer Möglichkeiten nutzen.

Leitzins-Senkungen

2011 ist die Schuldenkrise in ein neues Stadium eingetreten, seitdem wird von der EZB kräftig am Stellhebel für den Leitzins gedreht. Der Wert, zu dem sich die Geschäftsbanken der Eurozone von der Zentralbank Gelder leihen können, liegt seit geraumer Zeit bei null. Ein von Banken und Versicherungen erwarteter Anstieg ist bis auf Weiteres nicht abzusehen.

Negative Zinsen

Sogenannte Strafzinsen nimmt die Europäische Zentralbank mittlerweile von Banken, die überschüssige Liquidität bei ihr parken. Die Zentralbanker wollen die Institute damit zu umfangreicherer Kreditvergabe bewegen.

TLTRO’s

Gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO’s) gehören zu den nicht standardisierten geldpolitischen Instrumenten der EZB. Durch TLTRO’s stellt sie Banken langfristige Darlehen zur Verfügung und bieten ihnen einen Anreiz, ihre Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher im Euroraum zu erhöhen. Dies trägt dazu bei, dass die Inflationsrate mittelfristig zwar immer noch unterhalb, aber nahe an der Zwei-Prozent-Marke liegt. Die erste TLTRO-Serie wurde 2014 eingeführt. Die zweite TLTRO Serie wurde im März 2016 vorgestellt und heißt TLTRO-II.

Banken, die an TLTRO-II teilnehmen, können bis zu 30 % ihrer ausstehenden Kredite an Unternehmen und Verbraucher ausleihen. Dies bedeutet, dass Banken, die mehr Darlehen an die Realwirtschaft ausreichen, in der Lage sein werden, mehr aufzunehmen, als die EZB normalerweise erlaubt.

Covered Bonds und ABS

Seit drei Jahren erwirbt die EZB Pfandbriefe und Asset-Backed Securities ABS (Kreditverbriefungen) mit dem Ziel, Geschäftsbanken bei der Kreditvergabe mehr Freiräume zu schaffen.

SMP und der Nachfolger OMT

Das Verfahren SMP (Securities Markets Programme) wurde von der Europäischen Zentralbank 2010 ins Leben gerufen. Die Zentralbanker wollten mit dem Ankauf von Staatsanleihen die zunehmenden Bond-Renditen der angeschlagenen EU-Nationen abbremsen. In den folgenden zwei Jahren erwarb die Zentralbank, vorwiegend Anleihen aus Italien, in einem Gesamtwert von 220 Milliarden Euro.

Die Maßnahme wurde 2012 durch das Programm OMT (Outright Monetary Transactions) ersetzt. Damit wollte die Europäische Zentralbank bei Bedarf und unter bestimmten Voraussetzungen unbegrenzt den Krisenstaaten ihre Anleihen abnehmen. Bislang wurde OMT allerdings noch nicht praktiziert.

Quantitative Lockerung

Im Rahmen von Quantitative Easing (QE) schöpft die EZB selbst die zum Anleihekauf im großen Stil nötigen Mittel. Es geht dabei nicht nur um Staatsanleihen, sondern auch um die Anleihen von Unternehmen und sonstige Papiere. 2015 und 2016 wurden die Märkte mit monatlich 80 Milliarden Euro geflutet, seit Sommer 2017 sind es nur noch 60 Milliarden pro Monat. Bei der letzten Leitzins-Verkündung stellte Zentralbank-Chef Mario Draghi die Reduzierung auf 30 Milliarden (ab Anfang 2018) und zudem ein Ende von QE in Aussicht.

Hat die EZB mit einigen der Maßnahmen ihre Kompetenz überschritten?

Aus der Sicht von Verfassungsrechtlern und der NGO Transparency International hat die Europäische Zentralbank in mehreren Punkten über ihr Mandat hinaus agiert. Im Einzelnen geht es um folgende Aspekte:

– Auf dem Höhepunkt der Griechenlandkrise verweigerte die Zentralbank den dortigen Geschäftsbanken das Hinterlegen von Staatsanleihen als Sicherheit. Damit wurde nach Meinung oben genannter Parteien wirtschaftlicher Druck auf Griechenland ausgeübt.
– Politischen Zwang soll die Institution auf die Regierungen von Spanien und Italien vor der OMT Einführung ausgeübt haben.
– Transparency International steht auf dem Standpunkt, dass die EZB mit QE entschieden über ihr Mandat hinausgegangen ist.
Der NGO zufolge sind die wirtschaftlichen, finanziellen und verteilungspolitischen Konsequenzen derart weitreichend, dass sie keinesfalls vom geldpolitischen Auftrag der Europäischen Zentralbank gedeckt würden.

Seitens der Zentralbanker wurde keine Stellungnahme zu den Vorwürfen bekannt, lediglich die Transparenz sei verbesserungswürdig, hieß es.

Was will die Zentralbank mit ihrer Geldpolitik erreichen?

Quantitative Lockerung soll das Wachstum innerhalb der Eurozone beflügeln, gleichzeitig wird erwartet, dass sich die Teuerungsrate dem Ziel von knapp zwei Prozent nähert. Über TLTRO’s soll mehr Geld in den Kreislauf gepumpt und dadurch das Wirtschaftswachstum in den EU-Nationen gefördert werden. Alle Maßnahmen zielen auf Preisstabilität ab, welche durch die Zentralbanker mit einer mittelfristigen Inflationsrate bei zwei Prozent definiert wird. Eine derartige Wachstumsrate seitens der Verbraucherpreise wird von der EZB nach aktuellem Statement nicht vor 2020 erwartet. Im letzten Monat lag der EU-Wert wieder unterhalb der Marke von 1.5 Prozent.

Welche Auswirkungen hat die EZB-Geldpolitik auf den Aktienmarkt?

Unternehmensanleihen reagieren auf die starke Nachfrage mit steigenden Kursen. Hintergrund dazu ist, dass Zinsprodukte kaum noch die Inflationsrate erwirtschaften und sich deshalb immer mehr private Anleger, aber auch institutionelle Investoren, auf Aktien konzentrieren.